Wanderung "Mortitx"

 

Durch den Ostarm zu den Hexenhöhlen

Daten zur Route
C 710, Finca Mortitx (367 m) - Holzgatter Naturschutzgebiet (0,8 km; 15 min.; 325 m) - Schlucht (km 1,55;313 m; 30 min) - Schnittpunkt Ost- & Westarm (3,04 km; 117 m; 1.16 Std.) - Rafal de Ariant (km 6,54; 121 m; 3.05 Std.) - Finca Mortitx (11 km; 367 m; 5.44 Std.)

Aufstiegsmeter:    466 m
Abstiegsmeter:    461 m
Maximale Höhe:    379 m
Minimale Höhe:    42 m
Strecke:    ca. 11 km
Netto Zeit:    ca. 5,5 Stunden
Brutto Zeit:    ca. 7 Stunden
Schwierigkeit:    schwere Wanderung

Wanderung Naturschutzgebiet Mortitx

Diese Wanderung zählt zu dem spektakulärsten was Mallorca zu bieten hat. Bizarre Felsformationen, schmale Pfade, ein Torrente (Sturzbachbett) der Extraklasse mit teils abenteurlichen Kletterabschnitten. Traumhafte Kaskadenformationen und bei ausreichend Wasser, wunderschöne Wasserfälle. Eine Abenteuerwanderung, die man nie mehr vergißt.
Der Weg ist nicht immer einfach zu finden. Es gibt zwar einige rote und gelbe Markierungen (die roten überwiegen), doch man sollte stets ein wachsames Auge haben.

Nach starken Regenfällen sollte man diese Tour nicht gehen, da der Abstieg durch den Torrente dann sehr glatt und rutschig ist. Das Verletzungsrisiko ist enorm hoch. Dies ist weiß Gott keine Übertreibung, die Hinweisschilder und Warnhinweise am Eingangstor zum Naturschutzgebietes sprechen eine deutliche Sprache.

Die Tour kann in verschiedenen Variationen gegangen werden. Abstieg durch den Torrente oder Aufstieg durch den Torrente, eine etwas kürzere Route oder eine längere vorbei am Gorg des bec d'oca. Ich bin hier schon in allen Variationen gewandert. Jedesmal war es wieder ein neues Erlebnis.
Die folgende Beschreibung ist die Route mit Abstieg durch den Ostarm des Torrente von Mortix mit der Kletterpartie vorbei am Gorg des Bec d'Oca. Eine Route nur für erfahrene Wanderer mit Trittsicherheit und auch Schwindelfreiheit.

Ausgangspunkt für diese Wanderung ist auf der Straße C 710 zwischen Kilometerstein 10 und 11. Hier liegt rechts das Eingangstor zur Possession Mortitx (eingelassenes Wagenrad in Mauer). An dieser Stelle ist für ca. 3-4 Pkw Platz. Das Tor muß auf jeden Fall frei bleiben, denn hier fahren zur Erntezeit Lkw's ein und aus, die das Obst der Finca transportieren.

Top 1: km 0; 367 m NN Wir gehen also durch das grüne Eisentor, das meist offen steht auf dem breiten Weg geradeaus.

Top 2: km 0,14; 365 m NN; 3 min. Nach ca. 150 m folgt ein niedriges silbernes Gatter. Hier weiter dem Weg folgen vorbei an einem Tennisplatz und der Obstverpackungsstation leicht bergab. Kurz vor der Verpackungsstation passieren wir rechter Hand ein Wassersilo. Genau dort kommen wir auf dem Rückweg wieder heraus.

Top 3: km 0,5; 333 m; 10 min. Nach der Verpackungsstation folgt ein Abzweig nach links. Wir müssen weiter geradeaus.

Top 4: km 0,8; 325 m; 15 min. Auf dem breiten Weg erreichten wir schließlich das Holztor des Naturschutzgebietes. Das Holztor kann an der rechten Seite mit einer kleinen Leiter überstiegen werden und jetzt heißt es aufgepaßt. Wir müssen schon bald den Weg nach rechts verlassen um in den Torrente einzusteigen. Wir wandern also erst einmal ein Stück weiter auf dem Weg. Kurz nach dem Holztor durchschreiten wir eine kleinen trockenen Bachlauf. Ein Stück weiter folgt rechts eine kleine, niedrige Mauer.

Top 5: km 1,11; 317m; 20 min. Hier müssen wir rechts auf den kaum zu erkennenden Saumpfad abbiegen. Auf die Steinmännchenmarkierungen (zu einer kleinen Pyramide übereinander gestapelte Steine) achten. Der schmale Pfad führt direkt auf den Ausschnitt in der Felsbarriere zu, die wir rechts sehen können zu. Wer aufmerksam hinschaut wird später auch wieder rote Markierungen finden.

Top 6: km 1,55; 313 m; 30 min. Nun beginnt der Abstieg in den Canyon. Der Weg, oder besser die Kletterpartie ist seit 2 Jahren an dieser Stelle mit einem Zaun abgesperrt, damit sich hier keine Schafe verlaufen und abstürzen. Als Wanderer kann man den Zaun umklettern und dann dem Abstieg folgen. Hier kann man sich nicht verlaufen. Es geht erst einmal immer nur abwärts. Und wie, so steil, das sich hier bestimmt kein Regenwasser staut. Der Abstieg ist alles andere als eine langweilige Wanderung. Die Felsen sind hier mit starken Rillen durchzogen die sich im Laufe der Jahrhunderte in die Wände gefressen haben. Regelrechte "Karrenwege" sind hier entstanden. Gespenstisch mutet der Canyon mit seinen engen ca. 80 Meter hohen Wänden an. Wenn man einen Moment verharrt, genießt man absolute Ruhe, die nur selten von einem Vogel gestört wird. Im unteren Teil muß ein Kaskadenbecken an der rechten Seite umklettert werden bis wir schließlich wieder in eine andere Welt kommen.

Top 7: km 3,04; 117 m; 1:16 Std. Wir sind an den Schnittstelle des Ost- und Westarmes des Torrente de Mortitx angelangt und setzen unseren Weg geradeaus fort. Der Westarm (Torrent de sa Coma) kommt von links durch ein breites Tal und verläuft von nun an mit unserem Weg Richtung Meer.

Top 8: km 3,48; 97 m; 1:30 Std. Wir befinden uns im Torrente mit Richtung auf den großen Felsvorsprung, den wir geradeaus vor uns sehen können. Nach rechts zweigt hier deutlich ein Pfad über der Mauer ab, der zu dem verlassenen Haus Rafal de Ariant führt. Hier besteht jetzt die Möglichkeit den Weg abzukürzen und zum Haus zu gehen um dann von dort den Rückweg anzutreten. Wir wollen uns jedoch die folgende Kletterpartie nicht entgehen lassen und setzten unseren Weg geradeaus fort und erreichen ca. 5 min. später den Gorg des Bec d' Oca (großer Felsvorsprung; s.o.). Hier am Gorg scheiden sich jetzt die Geister. Eine waghalsige Kletterpartie liegt nun vor uns. Bei ausreichend Wasser fällt ein Wasserfall in das große Kaskadenbecken unter uns. Ein traumhafter Anblick. Wer hier Bedenken hat oder sich nicht sicher fühlt sollte bitte umgehen und den vorhin beschriebenen Weg zum Haus Rafal de Ariant nehmen. Denn dort kommen wir etwas später, über einen anderen Weg auch hin. Wir klettern also links in der Wand über dem Becken. Es gibt hier nicht viele Tritte, aber für erfahrene Kletterer kein Problem. Es geht erst ein Stückchen aufwärts und dann wieder abwärts. Die schwierige Stelle ist nur ein paar Meter lang und schon bald geht's ruhiger weiter.

Top 9: km 4,01; 59 m; 1:50 Std. Jetzt ist endgültig Schluß mit dem Weg nach unten. Der weitere Weg zum Meer ist ohne Seil nicht mehr passierbar. Vor uns liegt ein großes Kaskadenbecken, daß von hohen Felswänden eingezäunt ist und darüber liegt ein Felsquader wie ein riesiger Deckel, der versucht, daß Ganze zu verschließen. ff....

Dies ist nur ein Auszug aus dem in Vorbereitung befindlichen Wander- und Trekking-Guide.

  • Beschreibung