
Bevor der Rhein die niederrheinische Tiefebene erreicht, fließt er dicht an
einem Massiv von bewaldeten Kuppen entlang: Am Siebengebirge, dem märchen- und
sagenumwobenen und viel besungenen ältesten deutschen Naturschutzgebiet.
Das Siebengebirge bietet vielfältige Erholungs- und Sportmöglichkeiten. Mit dem
Mountainbike erleben wir die Natur dieser wunderschönen Landschaft besonders
intensiv. Die fantastischen Touren zeigen Euch adrenalinförderne Trails, breite
Pisten und geniale Abfahrten.
Zu unserer Übernachtungsstätte:
Der Bungertshof wurde 1444 zum ersten Mal erwähnt. Es handelte sich damals schon
um einen der vielen Winzerhöfe, die heute noch in reizvoller Weise das Ortsbild
von Oberdollendorf prägen. Der größte Teil dieser Weingüter gehörte den Mönchen
des Klosters Heisterbach, die hier vermutlich bereits im 12. Jahrhundert den
Weinbau einführten. Der Bungertshof war jedoch als Hofzehntgut direkt dem
mächtigen Herzog von Berg unterstellt, dessen Reich, mit Ausnahme von
Königswinter, fast die gesamte rechte Rheinseite von Köln bis Bad Honnef
umfaßte. Graf Wilhelm von Nesselrode erwarb das Eigentum am Bungertshof durch
Spruch des Reichskammergerichts zu Speyer im Jahre 1658. Der im Saal aufgehängte
große Spiegel ist auch heute noch Eigentum der Familie der Grafen von
Nesselrode. Seit 1775 befindet sich der Bungertshof zuerst im Besitz, später
dann im Eigentum der Familie Gratzfeld.
Anfahrtsbeschreibung
Kurze Info zur Geschichte:
Das Siebengebirge
Der erste Naturpark in Nordrhein-Westfalen.
Der Naturpark Siebengebirge ist zwar der kleinste deutsche Naturpark (4.800 ha) ist aber ein 100%iges Naturschutzgebiet
Der Naturpark Siebengebirge zieht sich vom Bonner Stadtgebiet über Königswinter
bis nach Bad Honnef. Das vulkanische Siebengebirge ist seit dem Ende der
Eiszeiten besiedelt und durchlebte eine wechselvolle Geschichte. Die Landschaft
und die Berge laden zum Wandern ein, aber auch die zahlreichen
Sehenswürdigkeiten sind ein guter Anlass für einen Besuch des Siebengebirges.
Die Berge
Wegen seiner dicht zum Rhein vorgeschobenen Lage genießt man besonders vom
Drachenfels aus einen weiten Blick auf das übrige Gebirge und das Rheintal. Seit
der Zeit der Rheinromantik sind der Berggipfel und die Ruine des Bergfrieds ein
touristischer Anziehungspunkt.
 
Schon in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ließen sich Mönche auf dem
Stromberg - heute Petersberg - nieder, die sich bald zu einem Augustiner-Konvent
zusammenschlossen. Im Jahre 1189 folgten Zisterzienser, die dann von 1202 bis
1237 im Heisterbacher Tal ein Klostergebäude und eine Abteikirche errichteten.
Im Jahre 1914 wurde von dem Kölner Industriellen Ferdinand Mülhens ein Hotel
errichtet, das nach dem 2. Weltkrieg Sitz der Hohen Kommissare der westlichen
Alliierten war. Die exponierte Lage in landschaftlich reizvoller Umgebung, die
luxuriöse Ausstattung und die Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt boten sich an,
in der Zeit von 1954-1969 Staatsgäste aus aller Welt zu beherbergen. Im Jahre
1990 war nach einem umfangreichen Umbau das Gästehaus der Bundesrepublik
Deutschland fertiggestellt.
In fränkischer Zeit bildete das Siebengebirge mit den umliegenden Gebieten den
sogenannten "Auelgau". Auel war die damalige Bezeichnung für Ton. Der Auelgau
war also ein Tonabbaugebiet. Im Gegensatz dazu ist der Oelberg - damals
Auelsberg genannt - im oberen Bereich ein reiner Basalt-Härtling. Von seinem
Gipfel hat man einen herrlichen Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Eine
gemütliche Berggaststätte lädt zu allen Jahreszeiten zum Verweilen ein.
Auf dem Kegel der Löwenburg errichteten die Grafen von Sayn um 1200 eine
Burganlage als Grenzsicherung gegen die Kölner Erzbischöfe, zu deren Territorien
die Burg auf dem Drachenfels und der Wolkenburg gehörten. Diese 3 Höhenburgen
kontrollierten den wichtigen Zugang vom Rhein zum Westerwald. Nach umfangreichen
Bestandssicherungen in den 80er Jahren sind die Reste der eindrucksvollen und
weitläufigen Löwenburg heute wieder zugänglich.
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